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IGS Gera  Schulkonzept 2017

Was wir wollen

Die Schüler unserer Schule sollen eine ganzheitliche Bildung genießen und in allen Persönlichkeitsbereichen so gefördert werden, dass sie im Leben gut bestehen können.

Darunter verstehen wir, dass unsere Schüler bereit und in der Lage sind, selbstständig zu lernen. Sie bemühen sich um ein solides fachliches Wissen, kennen vielfältige Lerntechniken, können sich, ihre Leistungen und ihr Verhalten, realistisch einschätzen.

Sie entdecken ihre Talente und entwickeln sie. Unsere Schüler arbeiten gut mit anderen zusammen und engagieren sich für die Gemeinschaft. Wir legen Wert auf Chancengleichheit und wollen ein inspirierendes Lern- und Lehrumfeld bieten, so dass sich Schüler, Eltern und Lehrer in unserer Schule wohlfühlen können.
Dazu muss sich unsere Schule zum ganztägig orientierten Lern-, Erfahrungs-, Erlebnis- und Begegnungsraum weiterentwickeln. Dies setzt voraus, dass sich an diesem Prozess Schüler, Lehrer, Eltern und Helfer aus anderen Bereichen der Gesellschaft gleichermaßen beteiligen.
Zwei Schwerpunkte sollen unsere Arbeit bestimmen.

1. Erziehung

Das Schulleben soll geprägt sein von vernünftigen sozialen Beziehungen. Diese beinhalten:

- Respekt und Toleranz
- gewaltfreien Umgang miteinander
- Einhaltung von Normen und Regeln
- Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe
- Achtung der Leistungen anderer

Wichtig ist uns das möglichst lange gemeinsame Lernen unter Berücksichtigung individueller Unterschiede in einer offenen Atmosphäre und mit vielfältigen sozialen Kontakten.

Dem dienen:

- Schaffung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Frontalunterricht und kooperativem bzw. eigenverantwortlichem Lernen durch bewusste Wechsel der Arbeitsformen im Unterricht mit einem Mix aus Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit
- Arbeit mit Teamstrukturen in der Zusammenarbeit von Schülern einer Klasse oder Klassenstufe, zeitlich begrenzt bzw. wechselnd
- Arbeit mit Teamstrukturen in der Zusammenarbeit von Lehrern einer Klasse bzw. einer Jahrgangsstufe oder eines Fachbereiches
- gezielte Weiterentwicklung des inklusiven (gemeinsamen) Unterrichts mit Spezialisierung auf den Förderschwerpunkt Hören
- kontinuierliche und individuelle Bewertung der Leistung und des Verhaltens der Schüler, d.h. die Erteilung von Noten soll durch schriftl.
Einschätzungen und individuelle Gespräche zwischen Lehrern, Eltern und Schülern ergänzt werden
- öffentliche Würdigung guter Leistungen und sozialen Engagements
- enge Zusammenarbeit der Klassenlehrer mit den Eltern ihrer Klasse (regelmäßige Einzelgespräche, Elternstammtisch ...)
- Stärkung der Eigenverantwortung der Schülervertretungen sowie deren Mitwirkung bei der Gestaltung des Schulleben
- Stabile soziale Betreuungsangebote als wichtige Anlaufpunkte für Schüler im Schulalltag, auch als Teil effektiver Gewalt- und Suchtprävention
- Regelmäßige Treffen von Schulleitung und Elternvertretung
- Enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Schulförderverein
- Feste Kontakte zu Hochschulen und zu mindestens einer Firma der Region
- Kooperation mit Sportvereinen, Verbänden, Trägern der Jugendhilfe, Theater…

2. Bildung

Unser Bildungsangebot umfasst für jeden Schüler Pflichtunterricht, einen erweiterten Wahlpflichtunterricht, ergänzenden Wahlunterricht sowie unterrichtsergänzende und Freizeitangebote, wobei generell jährlich deren Bedarf sowie die sächlichen, finanziellen und personellen Ressourcen zu berücksichtigen sind.

Das bedeutet im Einzelnen:

Pflichtunterricht laut Stundentafel – zum Teil in verschiedenen Kursen – u.a. mit:
=> Epochalunterricht
=> Blockunterricht
=> Freiarbeitsphasen
=> Arbeit nach Dalton-Plan
=> Projektphasen
=> Beruflichen Orientierungspraktika ab Klasse 7

Wahlpflichtunterricht laut Stundentafel ab Klasse 7:
• zweite Fremdsprache
• Darstellen und Gestalten
• Sozialwesen
• Natur und Technik

verpflichtende bzw. freie Wahlfächer oder Aktivitäten
• Verfügungsstunden (VS) Klasse/Klassenlehrer
• Neigungsunterricht in Klasse 5/6
• Wahlunterricht
• Förderangebote: Deutsch / Mathe / Englisch
• Hausaufgabenbetreuung
• Arbeitsgemeinschaften
• Beteiligung an schulinternen Wettbewerben

verpflichtende Fahrten (siehe Anlage Fahrtenkonzept)
• Exkursionen, Studienfahrten,
• Klassenfahrten und Wandertage
Die inhaltliche und organisatorische Ausgestaltung all dieser Angebote liegt in der Verantwortung der Lehrer, der Fachbereiche bzw. der Schulleitung, nach Möglichkeit unter Einbeziehung von Eltern und externen Partnern.

Was für uns dazu gehört

Die Umsetzung unserer Ziele gelingt nur mit Schülern, Lehrern und Eltern, die sich mit unserer Schule identifizieren und die sich bewusst für all das, was unsere Schule ausmachen soll, engagieren.
Deren Einsatz für die Gemeinschaft kann und soll positive Veränderungen unserer Schulidentität bewirken. Aber nicht nur intern, auch nach außen müssen wir wirksamer werden, um die Akzeptanz unserer Schule zu erhöhen. Diesen Prozess wollen wir zum Beispiel gestalten durch:

- die Pflege und Weiterentwicklung unserer Traditionen, die den Schulalltag ergänzen
- kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit, die über ein Wirken in unserem Stadtteil hinausgeht, die konzeptionell untersetzt ist und die ein Wiedererkennen unserer Schule sichert
- die Teilnahme an regionalen bzw. überregionalen Wettbewerben oder Aktivitäten
- die Erweiterung und Ausgestaltung unserer internationalen Kontakte
- eine engere Verbindung zu Unterstützern, Sponsoren und ehemaligen Schülern und Lehrern

Dieses Konzept soll die Grundlage unserer gemeinsamen Arbeit in den nächsten Jahren sein.
Wir laden alle ein, daran mitzuwirken, diese Vision schrittweise mit Leben zu erfüllen.

Beschlossen am 30.01.2017