Vierter Tag- Krakau     
An unserem letzten Tag besuchten wir die ehemalige Hauptstadt Polens: Krakau. Nach einstündiger Fahrt trafen wir am Ufer der Weichsel unsere Stadtführerin.

Zuerst erklärte sie uns, wie Kraków zu seinem Namen kam, indem sie uns von einer Sage berichtete. Danach machten wir uns auf den Weg zum Schloss Wawel, welches einen überragenden Ausblick über die Stadt bietet. Nach der ersten Pause setzten wir die Führung fort und erfuhren zusätzliche kulturelle Details. Unter anderem wurden wir Zeugen einer eindrucksvollen musikalischen Konstruktion, welche in das Uhrwerk einer der ältesten Universitäten Krakaus integriert wurde. Wir besichtigten im jüdischen Viertel die zweitälteste Synagoge, in welcher die Jungen, wie in allen anderen Synagogen, eine Kopfbedeckung tragen mussten. Es war eine kleine Synagoge, welche jedoch sehr prunkvoll verziert ist. Anknüpfend an die Synagoge befindet sich der jüdische Friedhof, welcher restauriert wurde. Der Friedhof wurde zu großen Teilen restauriert, weil ihn die Nationalsozialisten nach der Besatzung Polens schändeten.
Überdies faszinierte uns der Besuch der Marienkirche, eine der ältesten Kirchen Krakaus, deren römisch-katholische Architektur nicht nur außen, sondern auch innen superb repräsentiert wird. Als Zusammenfassung unserer Stadtführung besuchten wir Schindlers Fabrik, in der die Geschichte Krakaus während des Zweiten Weltkriegs spannend und anschaulich aufgearbeitet wurde. Nach der Besichtigung wurde uns eine zweistündige Freizeit gewährt; kurz vor deren Ende versammelten wir uns schließlich auf dem Marktplatz und liefen zum Parkplatz, auf welchem unser Bus bereits auf unsere Ankunft wartete.
Nadine Dworak, Florian Knips, Florian Langer, Max Winkler

     
   Schloss Wawel                                                     Schindlers Fabrik 


  Marienkirche

Tag 3 - Außenlager Auschwitz-Birkenau und Archivarbeit -  
Nach dem Frühstück ging es mit dem Bus los zum Außenlager Auschwitz-Birkenau. Zu Beginn unserer Führung stiegen wir einen Wachturm hinauf, um die gewaltige Größe des Außenlagers überblicken zu können.
Unser Tourguide führte uns dann durch das Lager, erklärte uns die Funktionen der Baracken und aufgestellten Fotos und zeigte uns die Ruinen der Krematorien. Allein auf dem Gelände, welches 900m x 900m groß ist, legten wir heute 10km Fußweg zurück.
Nach dem Mittag im Hotel traten wir den zweiten Teil des Tages an, nämlich die Archivarbeit im Stammlager Auschwitz. Leider wurde ich bei der Sicherheitskontrolle nochmal zurückgeschickt, um meine Schere bei der Gepäckabgabe zu hinterlegen (am Tag zuvor war sie wohl besser getarnt). Im Archiv beschäftigten wir uns mit unseren Vortragsthemen und den dazugehörigen Dokumenten und Büchern, die uns bei der Ausarbeitung halfen.
Nach dem Abendbrot sahen wir uns den Film "Die Grauzone" an. Es war ein sehr informativer (und an manchen Stellen etwas brutaler) Film über das Sonderkommando der Krematorien im KZ Auschwitz. Durch ihn konnten wir uns die damals herrschenden Umstände noch einmal viel besser vorstellen und nachvollziehen. Um 22 Uhr lagen dann alle, geschafft vom Tag, in ihren Betten.
Lisa Bauroth
 

Tag 2 - Stammlager Auschwitz
Der Tag begann um 7.00 Uhr mit einem sehr reichhaltigen Frühstück. Anschließend liefen wir zum Stammlager des ehemaligen KZ Auschwitz.
Nachdem wir den Einlass passiert hatten (es herrschten Sicherheitsvorkehrungen wie an einem Flughafen), führte uns unsere Reiseleiterin, Halina Jastrzebska, bei grauem Himmel und Nieselregen durch das Lager. Wir sahen das Lagergefängnis, die „Todeswand“,  an der Häftlinge hingerichtet wurden, besichtigten das Krematorium mit Gaskammer, in der viele Menschen in den Tod geschickt wurden, standen vor einem Berg von Schuhen und anderen Habseligkeiten der Ermordeten, betrachteten verschiedene Zeichnungen, Gemälde und Fotos aus dieser grausamen Zeit und besuchten u.a. die Dauerausstellung zum nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma, sowie die Sonderausstellung zum Thema „Sonderkommando“.  Diese Eindrücke waren für uns deprimierend und interessant zugleich.
Nach dem Mittagessen nahmen wir an einem Workshop zum Thema „Ganz ‚normale' Menschen" teil. Hierbei setzten wir uns beispielsweise mit dem Leben, Handeln und der Frage nach der Schuld von Dr. phil. Dr. med. Mengele, Lagerführerin Mandel und Kommandant Höß auseinander und suchten nach Ursachen bzw. einer Erklärung für die Unmenschlichkeiten dieser Menschen.
Am Abend erlebten wir noch eine multimediale Präsentation aus dem Zyklus „Das andere Auschwitz“, in der uns drei „besondere“ Geschichten ehemaliger Häftlinge vorgestellt wurden. Besonders berührend fanden wir die Geschichte von „‚Romeo und Julia‘ von Auschwitz"- zwei Liebende, denen die Flucht aus dem Konzentrationslager gelang, die jedoch später gefasst und zurück nach Auschwitz gebracht wurden,  wo sie letztendlich den Tod fanden.
Insgesamt war es ein zwar anstrengender, aber auch sehr informativer, interessanter Tag.
N. Schumann
Kurs 12



Tag 1 Auschwitz-Ankunft
Am 21.02.2020 besuchte unser Kurs 12/1 den Erinnerungsort „Topf und Söhne“ in Erfurt. Diese Exkursion diente als Vorbereitungsveranstaltung für unsere Studienfahrt nach O?wieçim.
Am 24.02.2020 fuhren wir 06:00 Uhr vom Hauptbahnhof Gera los. Während der Busfahrt sahen wir den Film „Der letzte Zug“ - 688 Juden wurden von Berlin nach Auschwitz deportiert, um Berlin „judenfrei“ zu machen. Gegen 14:30 Uhr kamen wir schließlich in O?wieçim in unserem Hotel "centrum dialogu i modlitwy" an.
Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten, ging es auch gleich mit dem Bus weiter in Richtung Stadtzentrum, wo wir eine Führung in der ehemaligen Synagoge 'jewish museum and synagogue' durchgeführt haben. Hier erfuhren wir viel Wissenswertes über das jüdische Leben in O?wieçim.
Auf dem Rückweg hatten wir noch die Möglichkeit, kleinere Snacks zu besorgen.
Nach dem Abendessen hörten wir eine Buchvorstellung, Halina Birenbaums Autobiografie  "Die Hoffnung stirbt zuletzt", die uns auf die nächsten Tage einstimmen sollte.
Pauline Radke, Nils Schumann
Kurs 12