Nach einem frühen Start in den Tag fuhren wir in das 68 km entfernte Krakow. Unsere Tour begann mit einer Besichtigung des Schlosses "Wawel" in der südlichen Altstadt. In allen Gesichtern konnte man zumindest ein kleines Lächeln sehen, denn viele glaubten an einen entspannten Tag. Nachdem der "Waweldrache" uns mit seiner Feuershow überraschte, wurfen wir einen Blick in das Innere des Schlosses. Polen beeindruckte uns mit dessen Kultur, da auf dem Weg zum Markt ein pompöses Haus auf das Nächste folgte. Kurz vor elf Uhr erklang eine Melodie in der ehemaligen Uni "Collegium Maius", zu der sogar Figuren tanzten.

Auf unserer weiteren Besichtigung der Stadt gingen wir in die Marienkirche, in der wir die Zeremonie der Öffnung des Alltars miterleben durften. Das besondere Bild was sich uns bot, brachte viele zum Staunen. Die einzigartige Verarbeitung des Lindenholzes war unglaublich detailreich.

Anschließend spielte der Trompeter in alle vier Himmelsrichtungen das berühmte Lied der Marienkirche. Von unserer netten Reiseführerin wurde uns gestattet, diesem nach seinem Stück zu winken, als Zeichen von unserer Anerkennung. Unser allzeit bereiter Busfahrer brachte uns von dort zur "Oskar Schindler Fabrik", in diesem wir vieles selbst machen und lernen konnten. Die außergewöhnliche Gestaltung und verarbeitete Kreativität faszinierte die gesamte Gruppe, auch wenn es sich mehr um die Anfänge der damaligen Nazizeit, als um die eigentliche Geschichte der Schindler Fabrik handelte. Als Andenken konnten wir uns Stempelkarten aus verschiedenen Jahren der Diktatur machen.

Später fuhren wir mit dem Bus zum jüdischen "Getto" und hatten die Ehre bei einem jüdischen Gebet zusehen zu dürfen. Wie schon gewohnt mussten alle Jungen eine Kopfbedeckung tragen. Auch die Geschichte der Synagoge und des daranliegenden Friedhofes war Kultur pur. Nach einer gefühlten Ewigkeit durften wir endlich unsere Freizeit in der schönen Altstadt von Krakow genießen. Die geplante Rückfahrt wurde ein wenig verzögert, da sich keiner über den Weg zum Bus einig war. Nach einigen Kommunikationsschwierigkeiten haben letztendlich alle mit plattgetretenen Füßen und Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen den Bus erreicht. Die einzige, die noch ein Lächeln im Gesicht hatte, war unsere Frau Kubusch.

Der Tag endete mit einer wohlverdienten Mahlzeit, doch der Abend ging mit Koffer packen und Zimmer aufräumen noch bis tief in die Nacht.